Mittwoch, 6. Juni 2018
Relegation Kreisoberliga Fulda Nord
Sportplatz, Hohenroda-Ausbach
SG Ausbach/Friedewald – SG Heinebach/Osterbach (1:2)
800 Zuschauer



Das zwei Kilometer entfernte Ausbach war heute Schauplatz des Relegationsspiels zur Kreisoberliga Fulda Nord, in welchem die Spielgemeinschaft aus Ausbach und Friedewald auf die Rothosen der SG Heinebach/Osterbach traf. Ausbach ist einer von sechs Ortsteilen der Gemeinde Hohenroda und ist über die regionalen Grenzen durch die Apfelsorte „Ausbacher Roter“ bekannt. Das feierlustige Jungvolk erfreut sich in den Herbst- und Wintermonaten über die im Ort befindliche Discothek "Red Apple" in welcher es bereits unsere Eltern, verkleidet in Schlaghosen, richtig krachen ließen. Man selbst hat sicherlich auch das ein oder andere Möbelstück aufgrund überdurchschnittlich hohem Alkoholkonsum mitfinanziert. Heute, wie damals hieß es also mal wieder „es geht nach Ausbach!“ Der Sportplatz liegt zwischen Wiesen und Feldern etwas außerhalb des Dorfes. 28 grüne Sitzschalen sind vor dem schattenspendenden Vereinsgebäude installiert, im weiteren Verlauf stehen auf einem kleinen begrünten Wall mehrere Sitzbänke und zwei Reihen mit grünen Barrieren machen einen ebenso ansehnlichen Eindruck. Mit Ankunft war bereits gut was los und aufgrund der langen Schlange an der Kasse wurde das Spiel einige Minuten später angepfiffen. Man selbst zahlte frühzeitig 3,50 Euro Eintritt und erhielt eine schöne Eintrittskarte sowie ein auf A5 gedrucktes Saisonheft mit beiliegender tagesaktuellen Begrüßung und Information zur heutigen Begegnung. Auf Seiten der Gastgeber gab es beim Einlaufen der Mannschaften ne schöne grün-weiße Pyroshow zu sehen. Zudem wurde die Parole „Kämpfen & Siegen“ herausgegeben in sozialen Netzwerken las man auch von „Sieg oder Spielabbruch!“. Um es vorweg zu nehmen – soweit sollte es dann doch nicht kommen. Dennoch war die Ausgangslage klar, Ausbach/Friedewald brauchte nen Sieg, den Gästen würde ein unentschieden zum Aufstieg in die Kreisoberliga reichen. Auch der FC 1928 Heinebach hatte ordentlich was an Fans angekarrt, die über die gesamte Spielzeit mit Megafon und Fahnen ordentlich Rabatz und Stimmung machten - der Spielverlauf spielte hierbei wohl auch eine wesentliche Rolle. Nach neun gespielten Minuten stand es bereits 0:1, nachdem ein Eckball ansehnlich direkt verwandelt werden konnte. Der Gastgeber spielte in der ersten Halbzeit etwas zu passiv und hatte Mühe mit dem Spielaufbau. Das 0:2 fiel noch vor dem halbzeitbedingten Bratwursttest, welcher als zufriedenstellend verbucht werden konnte. Hierbei ein Lob an den örtlichen Metzger sowie die Damen vom Ausschankservice, welche während des gesamten Spiels alle Hände voll zu tun hatten. In der zweiten Halbzeit ließ die SG Ausbach/Friedewald den Ball dann besser laufen und erarbeitete sich mehrere Chancen. Ein zugesprochener Elfmeter wurde konsequent verwandelt, bei den weiteren Tormöglichkeiten blieb man aber leider erfolglos. Zum Ende wurde es dann verständlicherweise nochmal ein bisschen ruppiger, da der Gastgeber weiter auf den Ausgleich drängte. Der Schlussmann der Gäste stand aber wahrhaftig wie ein Fels in der Brandung zwischen den Pfosten und sicherte mit seiner Leistung letztendlich der SG Heinebach/Osterbach den verdienten Aufstieg. Aufgrund möglicher Relegations-Theorien kann es sein, dass die SG Ausbach/Friedewald noch ein Entscheidungsspiel gegen die SG Wildeck bestreiten darf, um einen weiteren Aufsteiger zu ermitteln. In Heinebach hingegen, dürfen aber ungeachtet dessen bereits jetzt schon die Sektkorken knallen.